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Delegationsreise nach Israel

Vom 18. bis 21. Oktober 2025 nahm ich an einer Delegationsreise nach Israel teil. Schon beim Ankommen in Tel Aviv war spürbar, dass dieses Land trotz aller Bedrohungen voller Leben, Offenheit und Herzlichkeit ist. Ich war tief beeindruckt von der Freundlichkeit der Menschen, von ihrer Entschlossenheit und der Kraft, mit der sie ihr Land verteidigen. Israel hat nicht angegriffen – Israel hat sich verteidigt.

Gleich zu Beginn besuchten wir die österreichische Botschaft in Israel. Beim Abendessen in der Residenz des Botschafters kam es zu einem offenen und wertvollen Austausch über die aktuelle Sicherheitslage, die bilateralen Beziehungen und die Herausforderungen der Region.

Am darauffolgenden Tag besuchten wir das Hauptquartier der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) in Tel Aviv. Dort erhielten wir einen detaillierten Einblick in die aktuelle militärische Lage und den Verlauf des Krieges gegen die Hamas im Gazastreifen. Die Darstellung zeigte eindrucksvoll, wie komplex und vielschichtig dieser Konflikt ist – sowohl militärisch als auch humanitär.

Erschütternd war auch zu erfahren, dass die Hamas ein weitverzweigtes Tunnelsystem unter Gaza errichtet hat – mit Ausgängen unter Schulen, Kindergärten und sogar Krankenhäusern. Diese Erkenntnisse machten deutlich, wie skrupellos Zivilisten als Schutzschild missbraucht wurden.

Der anschließende Besuch im Kibbutz Be’eri und am Gelände des Nova Music Festivals war einer der bewegendsten Momente der gesamten Reise. Dort, wo am 7. Oktober 2023 unvorstellbares Leid geschah, wurde das Ausmaß der Gewalt und Brutalität der Hamas greifbar.

Im Westjordanland besuchten wir das österreichische Vertretungsbüro in Ramallah und trafen eine Organisation, die sich als Stimme der palästinensischen Zivilgesellschaft versteht. Besonders befremdlich und erschreckend war, dass der 7. Oktober dort teilweise als „Tag wie jeder andere“ beschrieben wurde – ein erschütternder Ausdruck dafür, wie unterschiedlich Wahrnehmung und Realität in dieser Region sind.

In Jerusalem standen politische Gespräche in der Knesset, dem israelischen Parlament, auf dem Programm. Wir führten Gespräche mit mehreren Abgeordneten, unter anderem mit Amir Ohana, dem Speaker der Knesset, sowie mit Ron Katz, dem Vorsitzenden der israelisch-österreichischen Freundesgruppe. Diese Begegnungen boten tiefe Einblicke in die politische und sicherheitspolitische Situation des Landes.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war der Besuch im israelischen Außenministerium. Dort kam es zu einem Gespräch mit Außenministerin Sharren Haskel, die eindrucksvoll über die außenpolitischen Herausforderungen Israels, die internationale Sicherheitslage und die Bedeutung der europäischen Unterstützung sprach.

Mein persönliches Highlight war der Besuch der Altstadt von Jerusalem – mit der Klagemauer, der Grabeskirche, dem muslimischen Viertel und dem österreichischen Hospiz. Diese Orte, an denen Geschichte, Religion und Gegenwart aufeinandertreffen, machten die Einzigartigkeit Jerusalems besonders spürbar.

Am letzten Tag besuchten wir die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Die Kranzniederlegung, im Namen Österreichs, in der „Hall of Remembrance“ war ein Moment der Stille und des tiefen Gedenkens – eine eindringliche Erinnerung daran, dass das Existenzrecht Israels untrennbar mit der europäischen Geschichte verbunden ist.

Diese Reise hat mich tief bewegt. Israel ist ein Land voller Herausforderungen – und doch ein Land, das Hoffnung ausstrahlt. Hoffnung, weil seine Menschen trotz aller Bedrohungen nicht aufgeben. Ich kehre mit großem Respekt vor der israelischen Bevölkerung zurück – für ihre Offenheit, ihre Lebensfreude und ihre unerschütterliche Entschlossenheit, ihr Land und ihre Freiheit zu verteidigen.

Bilder sagen oft mehr als Worte, daher möchte ich mit euch einige Eindrücke teilen.